Katzenpsychologie

Katzenpsychologie

Die eigene Katze ist für viele Menschen ein überaus wichtiger Wegbegleiter. Über 8 Millionen Katzen werden als Haustiere gehalten – dem Herrchen oder Frauchen liegt natürlich viel am Wohlergehen des Schützlings. Dabei gibt es selbstverständlich vieles zu beachten. Ob es um Störungen des Verhaltens des Kätzchens oder einfach nur das Verständnis seiner Gebaren geht – hier gibt es den kurzen Überblick über alles Wissenswerte.
Es gibt Dinge, die jeder Katzenhalter ganz selbstverständlich weiß: Aufgestellte Ohren bedeuten Aufmerksamkeit, angelegte Ohren und Schnurrhaare, riesengroße Augen und ein unruhig schlagender Schwanz (ganz im Gegensatz zum Hund) gehören zum Abwehrverhalten, zeigt die Katze den Bauch beim Streicheln, blinzelt sie dem Besitzer zu oder tritt sie leicht aus, ist dies Ausdruck tiefen Vertrauens. Am bekanntesten ist selbstverständlich das Schnurren als Ausdruck des Wohlbefindens, das aber, was weniger offenbar ist, zum Teil auch auf Angst oder Schmerzen hinweisen kann. Dies ist allerdings der viel seltenere Fall.
Für tiefgreifendere Konstrukte der Katzenpsyche gibt es eigens studierte Katzenpsychologen, die die Verhaltensweisen Ihres Tieres richtig deuten, was vor allem bei Verhaltensstörungen eine besondere Rolle spielt.
Dabei ist auch die Beratung zu Anschaffung, Erziehung, Eingewöhnung, Umgang und artgerechter Haltung der Katze und Ernährung sehr wichtig.
Da nahezu nichts auf der Welt kostenlos ist und die Arbeit von Katzenpsychologen natürlich nicht zu den preiswertesten Varianten gehört, wird ihnen im Weiteren ein kleiner Einblick in die Anzeichen einer Verhaltensstörung Ihres Lieblings gezeigt.
Es gibt auch in der Katzenwelt sehr vielfältige Verhaltensstörungen. Fällt Ihnen auf, dass Ihre Katze übertrieben wachsam ist, schnell aufschreckt, übertrieben Fellpflege betreibt und sich immer länger und häufiger vom Zuhause entfernt, könnte dies auf eine Angststörung hinweisen.
Attackiert sie Sie ohne ersichtlichen Grund, wird eine andere Ihrer Katzen, die der betreffenden eventuell unterlegen ist, kontrolliert und in ihren Handlungen eingeschränkt, sowie bedroht und attackiert, liegt möglicherweise eine Aggressionsstörung vor.
Auf Unsauberkeit, was tatsächlich als eigenständige Störung kategorisiert wird, weisen Urinieren oder Koten neben die Katzentoilette, in Badewannen, auf Teppiche, Sofas etc. hin.
Übertriebene Fellpflege ist gekennzeichnet durch übertriebenes Lecken, auch Wundlecken, Schwanzbeißen und Ausreißen von Fell.
Wie auch beim Menschen kann eine Hyperaktivität vorliegen, die sich durch Jagdaggression, dauerndes Miauen und grobes, unkontrolliertes Spielen ohne Ruhephasen und Pausen auszeichnet.
Das sogenannte Pica-Syndrom ist häufig bei Siamkatzen und liegt dann vor, wenn das Tier unkontrolliert unverdauliche Stoffe frisst, vor allem Wolle und Stoff.
Sind die genannten Symptome einer Störung bei Ihrer Katze vorhanden, ist es sehr ratsam, einen Katzenpsychologen aufzusuchen. Natürlich kann ein einzelnes “Symptom” wie häufiges Miauen auch schlicht ein Persönlichkeitsmerkmal der Katze sein, nicht jedes Symptom macht also die Konsultation eines entsprechenden Experten vonnöten. Trotzdem ist Wachsamkeit und genaues Beobachten der Verhaltensweisen, sowie Sorgfalt im Umgang und eine richtige Ernährung selbstverständlich elementar für das Wohlergehen des Haustiers.

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